Dienstag, 24. Februar 2009

28. Februar (Sa) - Puerto Madryn/Calafate


Steckbrief Perito Moreno: Eine Besonderheit des Perito Moreno (60 km lang und UNESCO-Weltnaturerbe) im Nationalpark Los Glaciares, dass er einer der wenigen bekannten Gletscher außerhalb der Antarktis und Groenlands ist, der noch kontinuierlich wächst. Regelmäßig brechen Teile von der 60 Meter hoher Gletscherfront vom der ca. 5 km breiten Gletscherzunge im Lago Argentino ab, was zu pittoresken Eisbergen und meterhohen Flutwellen im See führt.

Die Nacht im Soñadores Hostel & Aventura in Trelew war sehr, sehr kurz...um 5.30 Uhr hat der Wecker geklingelt. Der Temperaturwechsel von ueber 40 Grad zum windigen Calafate mit ein wenig ueber 10 Grad ist heavy! Nach Ankunft im Marco Polo Hostel (http://marcopoloinncalafate.com/), sind gleich los zum Highlight Perito Moreno...beim Anblick bekommt die Bedeutung von Unglaublich eine neue Dimension! Wir machen eine einstuendige Katamaran-Fahrt, und fahren bis ganz nah am Gletscher...durch den Wind entsteht durch die "Oeffnungen" eine Art Pfeiff-Melodie. Wir haben sogar das Glueck einige Eisbrueche mit zu erleben. Die Geraeusche des Gletschers sind erstaunlich...wir sind einfach fasziniert!

Fazit: Wenn wir muessen, koennen auch wir frueh aufstehen!

27. Februar (Fr) - Puerto Madryn

Wir sind schon ganz auf die Pinguine gespannt...vorher machen wir aber einen Halt in Rawson, wor wir eine Bootstour buchen um Delfine zu sehen...und wir sehen sie:-))))
Danach geht es weiter bis nach Punta Tombo...zuerst denken wir, dass es doch nicht so viele sind, wie wir gedacht haben, vorallem die "Jungen" sind ueber den ganzen Park unten den Gebueschen verstreut...aber als wir an der Kueste gelangen...da sind sie! Viele Tausenden von Magellan-Pinguine...auch sie haben wie wir bei 43 Grad heiss!


Auf dem Rueckweg setzt uns der Bus in Trelew ab...da wir Morgen sehr frueh (7.50 Uhr) unser Flug haben. Wir denken "schnell" ins Zentrum zu gehen um etwas zu essen...und da erfahren wir, dass heute das Carneval von Trelew geginnt...so lassen wir es uns nicht entgehen und sehen uns den Mini-Umzug an...spaeter nehmen einige Gruppen aus dem Norgem Argentiniens ebenfalls am Umzug teil. Sie tanzen auf Samba-Rythmus in ihren farbigen Kostuemen (was mann so um einen Bikini alles verzieren kann, ist unglaublich!)...so haben wir ein wenig Rio in Argentinien!

Fazit: Wie kann man einem Pinguinen-Blick wiederstehen?

26. Februar (Do) - Puerto Madryn

Heute fahren wir zur Peninsula Valdes und auf der Fahrt sehen wir bereits einige Guanacos (Verwandter der Lamas) die in die karger Landschaft verweilen. Der erste Halt ist in Punta Norte wo wir viele Seeloewen (Mähnenrobbe) und ein paar See-Elefanten beobachten koennen... Dort warten wir fast Stunden auf die Schwertwale (diese kommen manchmal und attakieren die Seeloewen)...doch heute lassen sie sich leider nicht blicken:-(...weiter geht es zur Punta Cantor, wo wir bereits ein Blick auf die Magellan-Pinguine werfen koennen (Morgen sehen wir dann mehr in Punta Tombo) und zur Punta Delgada wo wir Baby-See-Elefanten sehen. Der letzte Halt ist in Puerto Piramides, dort kann man waehrend der Saison Waale betrachten, jetzt ist leider nicht saison.
Wir sind nach fast 12 Stunden Tour und 400 km geschafft aber es war ein sehr interessanter, tierreicher Tag.

Fazit: Naturereignisse kann mann nicht vorhersagen.

25. Februar (Mi) - Puerto Madryn

Heute ist waschen, Geld wechseln/abheben (was heute allerdins nicht klappen sollte), Tours fuer Morgen und Uebermorgen buchen und der Transfer fuer Samstag reservieren...alles Kleinigkeiten...doch es dauert in Suedamerika alles so seine Zeit (viel Zeit!)...Doch fast am Ende des Nachmittag schaffen wir es dann doch noch unser geplantes "relaxing am Strand" zu haben.
Wir planen nach unseren erneut selbsteingekauftes Abendessen (queso, pan, salame, aceitunas, frutas y yoghurt) frueh ins Bett zu gehen, was in einem Hostel nicht einfach ist!

Fazit. Nerven bewahren und immer schoen laecheln!

24. Februar (Di) - Iguazu/Puerto Madryn

Steckbrief Puerto Madryn: ist eine Stadt im südlichen Argentinien. Sie liegt am Golfo Nuevo südlich der Halbinsel Valdes - ein weltbekanntes Naturreservat auf der die Tierwelt der Küste bis heute weitgehend intakt ist (UNESCO-Weltnaturerbe), an derAtlatikkueste in der zu Patagonien gehörenden Provinz Chubut.

Oh Wunder...unser Flug fliegt puenktlich von Iguazu nach Buenos Aires und der Anschlussflug nach Trelew einige Stunden spaeter, ist mit 40 Minuten Verspaetung fast on time.
Waehrend der Fahrt nach Puerto Madryn sehen wir die schoene Weite Patagoniens ueber 60 km...stahlblauer Himmel, braune weite Weiden mit trockene gruenliche Gebueschen so weit das Auge reicht, und vor uns die unendliche Strasse...dies erinnert uns an einige Landschaften in Marokko:-) Aufgrund unseren guten Erfahrungen in Iguazu bleiben wir bei der Hostel-Inn Kette...diesmal im Hostel el Gualicho (http://elgualicho.com.ar/)...und bereits beim selbsteingekauften Abendessen zeigt es sich als guter Entscheid...wieder treffen wir coole Leute und sie ueberreden uns, den Rest des Abends (ja, hier ist um 24.00 immer noch Abend - die Nacht in Argentinien ist eben "jung") mit ihnen ins Lokal - el Takos aus zu gehen...da wird Salsa getanzt!

Fazit: Bei der Handgepaeckkontrolle in Trelew sind wir schuldig!
Fund: Apfel
Vorgehen der Security: zerschneiden-desinfizieren-fortschmeissen!

Montag, 23. Februar 2009

23. Februar (Mo) - Iguazu

Heute wollen wir clever sein und unser Tag sehr frueh beginnen, um auf der argentinischen Seite der Wasserfaelle keine weiteren Schlangen zu stehen. Gesagt...getan...
Das Wetter spielt uns jedoch beim riesigen Wasserfall; Garganta del diablo einen Streich. Genau waehrend dieser Stunde wird es bewoelkt und dunkelgrau! Das unglaubliche Naturereignis geniessen wir trotzdem...Hier wird einem die Kraft der Natur bewusst! Spaeter kommen wir den Faellen sehr- sehr nah...mit dem Boot (aventura nautica) machen wir eine "Spritztour" im wahrsten Sinne des Wortes, zu (durch) einige Wasserfaelle!

"Flotsch-nass" bewundern wir den Rest des Nationalparkes... was eigentlich mehr dem "Paradies" aehnelt.



Fazit: Willst du das Paradies sehen, komm nach Iguazu...Adam und Eva waren bestimmt auch hier!

Sonntag, 22. Februar 2009

22. Februar (So) - Iguazu

Steckbrief Iguazu Wasserfaelle: Am Dreiländereck Argentinien–Paraguay-Brasilien befinden sich die Wasserfälle von Iguazu.Sie sind die größten (im Sinne von die breitesten) Wasserfaelle der Welt (dreimal so groß wie die Niagarafälle ). Der Großteil der Fälle liegt auf argentinischem Staatsgebiet, von wo normalerweise ein Zugang bis zum sogenannten „Schlund des Teufels“, spanisch: Garganta del Diablo, besteht. Auf der Gesamtbreite der Fälle von etwa 2.700 m stürzen durchschnittlich 1.700 m³/s, nach längeren Niederschlägen bis zu 7.000 m³/s, in zwei Stufen bis zu 75 m hinab.














Heute sind wir fuer 3-4 Stunden in Brasilien. Momentan ist in Brasilien Ferienzeit...und ALLE waren sie da...am Eingang der Foz do Iguacu! Das Warten lohnte sich, als wir die fantastische Aussicht der immensen Wasserfaelle sehen. Als wir uns naehern, steht eine frische Abkuehlung durch die "Tropfen" der Faelle bereit...Kamera schuetzen! AHHH, tut das bei diesem schwuelen Wetter gut.
Der Rest des Nachmittags haengen wir am Pool vom Hostel:-)))

Fazit: Warten...esperar...aspettare...und wieder Schlange stehen!

Kurz gesagt...in der 1. Wochen haben/sind wir:

- 15.45 Stunden geflogen
- 48.7 km bzw. 63'088 Schritte gelaufen
- 16 Taxis genommen
- in 10 Bussen/Metro eingestiegen
- 48 mal gefragt worden: ¿de donde eres¿
- von heissen Temperaturen in subtropischen Klima gewechselt
- von der Big City zum Urwald gereist

Highlights der Woche:
- Tango in B.A.
- Tanzstunde mit Pablo
- carne de lomo y el vino argentino!
- die wohl aelteste Reisende (CH) im Hostel B.A. angetroffen (70 J.)

Pech und Pannen:
- Handgepaeck im Zug
- Boardingpass in Madrid
- Bett im Atelier von Ricardo
- Sturz im Kino
- Geldbezug-Limite von max. 300 ARS (=ca. 100 CHF)
- Flugverspaetung von 4 Stunden

Samstag, 21. Februar 2009

21.Februar (Sa) - Buenos Aires/Iguazu

Heute muessen wir all unsere 7 (und mehr) Sachen packen und zum Flughafen Jorge New. B. um unser Flug nach Iguazu zu nehmen. Gleich merken wir, dass wir tatsaechlich in Suedamerika sind - unser Flug mit Aerolineas Argentinas hat "nur" 4 Stunden Verspaetung.

In Iguazu residieren wir im wahrscheinlich luxurioesesten Hostel unserer Reise: Hostel Inn (http://hiiguazu.com/)

Fazit: Das Warten ist noch gewoehnungsbeduerftig...

20. Februar (Fr) - Buenos Aires

Steckbrief Tango: Tango entstand als eine Melange vieler Musikformen zwischen 1850 und 1900: Aus der Konfrontation europäischer Musikstile (italienische Musik, polnische Polka etc.) mit lateinamerikanischer Musik (Milonga, Habanera) und afrikanischer Rhythmik (Candombe). Der harmonische Unterbau des Tangos ist europäisch, die Rhythmik beinhaltet jedoch z. T. afrikanische und lateinamerikanische Vorbilder. Es gibt hauptsächlich drei Stilrichtungen: Den Tango im 4/8-Takt, die Milonga im 2/4-Takt und den Vals im 3/4-Takt.

Gott sei dank regnet es heute...gute Gelegenheit zum haengen, bevor wir bei Pablo unsere erste Tangostunde beziehen. Was fuer ein Taenzer!!! Es klappt einfach so... spaeter im Ausgang im Salon La Viruta in Palermo muss ich leider feststellen, dass es doch noch nicht sooooo gut klappt. Zu wenig Platz, zu viel Naehe, zu viele Gedanken, Schweiss und Gerueche von allen Tangueros sind keine Hilfe. Dann heisst es also, in Suiza schoen weiter ueben...hoffentlich ist bis dahin mein Tanguero venenzuelano listo para praticar :-)

Fazit: El Tango klappt momentan nur mit sexy Pablito!

Freitag, 20. Februar 2009

19. Februar (Do) - Buenos Aires

Mamma mia! 40 Grad sind doch ein paar Grad zu viel. Trotzdem erkunden wir kurz den Puerto Madero. In San Telmo, wo das Herz der leidenschaftliche Tangokultur schlaegt, koennen wir Tango auf der Strasse im Schatten :-) geniessen. Die Luft ist heiss und das nicht nur wegen der Hitze. In der Shoppingstrasse Florida wird unser Porte-monnaie ein wenig leichter. Im Rest. Suipache wird unser essen von einem Gitarrist begleitet - heute mal kein Wein, wir wollen es nicht uebertreiben! Doch Ramiro (Saras argentinischer Freund) hat auf seine Terrasse mit Freundin und zwei Hunden - der Doberman liebt Saras Beine - eine Flasche Champagner fuer uns bereit...wir wollen ja seine Gastfreundschaft nicht beleidigen - salud!

Fazit: Nicht einmal diese Waerme kann uns aufhalten!

18. Februar (Mi) - Buenos Aires

Der Jetlag geht nicht an uns vorbei.
Wir gehen auf der Av. Santa Fe bei der Familie Scabini (Hostfamily von Sara 2007) vorbei...grosse Freude herrscht! Danach einen Sprung in die Tanzschule Elsa y Mayoral zu Saras Ex-Tanzlehrer (Pablo il bello)... und Cafe-break in der Buchhandlung El Ateneo in einem ehemaligen Theater - muy lindo.
Im piekfeinen Recoleta, das vornehmste Viertel von B.A. ist das Grab von Evita ein "Muss". Das Grab zu finden ist normalerweise keine grosse Sache :-)
Wir sind schon ganz aufgeregt...heute steht die beruehmte after office party im Club el Musem auf dem Programm - wo wir essen, trinken, tanzen und flirten werden - mit anderen 3000 ausgangfreudige Argentinos y mas.

Fazit: Que calor... und es liegt nicht nur am Malbec!

17. Februar (Di) - Buenos Aires

Was fuer eine Farbpracht...der Kuenstler- und Arbeiterviertel La Boca ist genau der richtige Ort um einen gemuetlichen Nachmittag - am Schatten :-) mit Tangomusik und Tango- taenze zu geniessen und uns auf den Abend einzustimmen.
Wir haben die Qual der Wahl an Tangoshows und entscheiden uns spontan fuer http://www.saboratango.com.ar/. Abschluss des Abends ist die Milonga im Salon Canning mit live Musik und Tangovorfuehrung.

Fazit: Buenos Aires lebt, liebt und tanzt Tango!

16. Februar (Mo) - Buenos Aires

Steckbrief Buenos Aires: Die Stadt Buenos Aires liegt mit 2.7 Mio. Einwohner am Rio de la Plata, einer trichterförmigen Muendung der Flüsse Rio Parana und Rio Uruguaz in den Atlantik und ist in 48 Stadtteile gegliedert.
Buenos Aires wurde am 2. Februar 1536 von Pedro de Mendoza mit dem Namen Puerto de Nuestra Señora Santa María del Buen Ayre („Hafen unserer lieben Frau [der Heiligen] Maria des guten Windes“) gegründet.

Wir sind ueberrascht, der Portier der Esparza 87 wartet tatsaechlich auf uns...Gustavo hat das gut fuer uns organisiert, was er nicht wissen kann ist, dass wir keine Chance haben -auf/in/um/oben/unter diesem Bettchen zu zweit 5 Naechte zu schlafen...impossibile! Wir sind tot muede vom Flug und probieren die bestmoegliche Liegevariante...nach ein paar Stunden und mit Kraempfen vor lautem "nicht bewegen" steht unser Entschluss fester denn je...wir muessen uns ein Hostel suchen. Gesagt, getan wir finden in der Avenida de Mayo 1385 el Hostel Alkimista (http://www.alkimistahostel.com/). Der Tag beenden wir nach eine Erkundung unserer Umgebung, mit unser erstes Stueck Lomo und eine Flasche Malbec:-) im Rest. la Bolsa. Im Kino vis-a-vis sehen wir uns der Film Che el Argentino an.

Fazit: Nicht jeder Stuhl hat einen Sitz!

15. Februar - Abreise

Langsam realisieren wir - es geht los!
Treffpunkt: Bahnhof Luzern 13.00 Uhr mit Sack und Pack... letzte Verabschiedung von unseren "Liebsten" - und los. Mit Gedanken bereits in der Ferne... und schon ist es passiert...
1. Schock "wo ist mein Handgepaeck?". Spurt zum Zug und weg ist er! Oh merda! No panic...wir haben bald alles wieder unter Kontrolle (hoch lebe die SBB!)
Flug ZH (16.50) - Madrid (19.00)... 2. Schock im Land der Torreros "wo ist mein Boardingpass?"...und wieder spurten...ja, es liegt auf dem Boden, kein Wunder, da man sich praktisch ausziehen muss, um das "wenige" Handgepaeck zu checken.
Flug Madrid (22.05) - Buenos Aires (07.00)
Die Maschine sieht ein wenig mitgenommen aus...und ohne Fernseher! - Gut, dass wir ein wenig "doesen" konnten.


Fazit: Porteños wir kommen!

Steckbrief Argentinien: Der Name kommt vom lateinischen Wort für Silber – argentum – und liefert einen Hinweis darauf, welche Schätze die Eroberer auf seinem Territorium zu finden glaubten.
Es ist der achtgrößte Staat der Erde und der zweitgrößte des Kontinents; im Hinblick auf die Einwohnerzahl nimmt es dort den dritten Rang ein. Das gesamte westliche Grenzgebiet wird von den Anden
eingenommen, der längsten kontinentalen Gebirgskette der Erde.
Waehrung; 300 argentinische Pesos = ca. 100 CHF
Flaeche; 2.780.400km²
Einwohnerzahl;
39.356.383 ( Es wird geschätzt, dass mehr als 25 Millionen Argentinier mindestens einen italienischen Ahnen haben:-)
Cristina Fernández de Kirchner ist die 2. Präsidentin (2007) Argentiniens...die erste war Isabel Martinez de Peron 1974-1976.